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Samstag – 27.8.2016

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Der Abreisetag.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, wo wir noch einmal die San Frangisk, unser Schiff, das uns nach Venedig brachte, sahen, starten wir gegen halb 9 gegen Heimat.
Ich befragte mein Navi nach der Verkehrslage, was mir fröhlich 36 Minuten Verzögerung vor dem Karawankentunnel verkündete. Wenn es morgens schon 36 Minuten waren und wir etwa 2 Stunden bis zu besagter Stelle brauchten, rechnete ich eher mit mindestens 1,5 Stunden Verzögerung, wenn wir vor Ort wären. Auf der Hinfahrt hatte die Gegenseite 2 Stunden, aufgrund von Blockabfertigung warten müssen.

Also versuchte ich während der Fahrt meine Eltern telefonisch zu erreichen, um einen Alternative zu erfragen.
Die Alternative lautete Wurzenpass, das Trauma meiner Kindheit.
Damals waren meine Eltern und ich nach einem Kroatienurlaub mit vollgepackten Auto im ersten Gang die schmale, enge und gewundene Straße hinaufgekrochen und das Auto war trotzdem immer langsamer geworden. Ich hatte echt Angst gehabt, dass wir nicht mehr weiter kommen würden.
Doch bis wir diesmal dorthin kamen, lief alles glatt. Das Wetter war gut, wenn auch etwas dunstig und Staus gab es nicht.
Da mein Navi immer noch Stau vorm Tunnel meldete, fuhren wir vorsichtshalber bei Kranjska Gora ab, Richtung Pass. Im Nachhinein meldete das Radio eine Verzögerung von 3 Stunden, also hatten wir die richtige Wahl getroffen.

Die Landschaft war echt schön. Vorbei ging es an den Bergen, durch kleine Dörfer, alles wirkte sehr idyllisch. Irgendwann kam die Abzweigung zum Wurzenpass.
Die Straße war wirklich schmal. In den Kurven musste man hoffen, dass kein anderes Fahrzeug entgegen kommen würde. Aber mein Auto meisterte den Berg zu 80% im zweiten Gang. Nachdem wir die österreichische Grenze ohne Probleme passierten, ging es auf der anderen Seite genau so steil wieder runter. 18% Steigung sind schon heftig. Im Auto stank es, die Bremsen glühten und ich hoffte einfach, dass sie durchhalten würden. Ich geriet ganz schön ins Schwitzen. Ich glaube, für Wohnwagen oder andere große Fahrzeuge ist die Strecke wahrlich nicht geeignet.

Der Rest der Reise verlief fast ohne weitere Verzögerungen, bis auf eine Stauumfahrung, die uns irgendwie komplett vom Wege abbrachte und wir in irgendwelchen Kuhdörfern Bayerns landeten.
Gegen 19Uhr erreichten wir schließlich heimische Gefilde.

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