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Abend am Meer

O Meer im Abendstrahl,
An deiner stillen Flut
Fühl’ ich nach langer Qual
Mich wieder fromm und gut.

Das heiße Herz vergisst,
Woran sich’s müd’ gekämpft,
Und jeder Wehruf ist
Zu Melodie gedämpft.[…]

-Alfred Meißner (1822-1885)-

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Sonntag – 21.8.16

Wir hatten ca. 9 Stunden Fahrt vor uns, also starteten wir recht früh Richtung Slowenien. Wir gingen davon aus, dass wir mindestens 2 Stunden länger brauchen würden, aufgrund von Pausen, Staus und ähnlichem. Es sollte diesmal eine Art von Entspannungsurlaub werden, allerdings mit jeder Menge Sightseeing. Ich bin halt nicht der Urlaubstyp, der sich eine Woche am Strand aufhalten kann und zwischen Pool und Buffet hin und her schlendert.
Im Frühjahr hatte ich überlegt eventuell in die Tatra zu fahren, doch da ich dafür mehr hätte trainieren müssen und ich eher zur faulen und unmotivierten Sorte gehöre, entschied ich mich für einen mediterranen Urlaub in Slowenien. Mein letzter Besuch am Meer von Slowenien war sicher schon mehr als 17 Jahre her. Meist hatten wir nur das Hinterland von Slowenien passiert oder waren nach Kroatien weitergefahren.
Es galt also Erinnerungen aufzufrischen.
Katrin war auch wieder mit von der Partie. Wer sich fragt, warum wir sooft zusammen verreisen, dann ist die Antwort recht einfach. Wir harmonieren Urlaubstechnisch recht gut. Ich gebe gerne das Kommando an und die Route vor und Katrin folgte dem bisher ganz gerne. Außerdem kennen wir uns seit 25 Jahren, da funktioniert das schwesterliche-Beste-Freundinnen-Verhältnis.

Die Fahrt verlief ohne Probleme, wir passierten einige Staus auf der Gegenseite, was mich schon über den Rückweg am Ende der Woche nachgrübeln ließ, denn Staus umfahre ich liebend gerne weiträumig.

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Gegen dreiviertel 3 erreichten wir die Höhlen von Postojna, die auf etwa halber Strecke zwischen der Hauptstadt Ljubljana und Piran liegen. Für den Sonntag wurde für Piran eher gewittriges Wetter gemeldet, weshalb ich nicht so zeitig ankommen und lieber noch Sightseeing entlang der Wegstrecke betreiben wollte.
Die nächste Führung sollte um 4 stattfinden, also hatten wir noch etwas Zeit einen Abstecher zur 20 Minuten entfernten Höhlenburg von Predjama zu machen, die auch in einigen Filmen als Kulisse diente. Zeit um die Burg direkt zu besuchen, hatten wir leider nicht, so musste ein Blick von außen reichen.

14138644_1180356372037632_1740246155879459369_oDas Höhlensystem von Postojna umfasst ca. 20km und ist teilweise mit dem Zug befahrbar. Als Besucher sieht man etwa 5km des Systems an Höhlen, Hallen und Gängen voller Tropfsteine.
Man hat das Gefühl, man befände sich im Film „Reise zum Mittelpunkt der Erde“.
Allerdings war es mir wenig verständlich, warum einige Besucher, darunter auch Kindern, nur in kurzer Kleidung darin unterwegs waren. Draußen war es zwar warm, aber in den Höhlen herrschen durchschnittlich nur 9°C.
Nach anderthalb Stunden tauchten wir aus den Höhlen wieder auf. In der Zeit war ein schweres Gewitter über die Gegend gezogen und es war merklich abgekühlt.

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dsc02710Ich hatte im Vorfeld bei AirBNB eine Unterkunft in Piran gebucht mit Parkplatz und Blick aufs Meer und wir wurden nicht enttäuscht. Als wir gegen 19Uhr Piran erreichten, war die Begrüßung von Matjaž, dem Vater von unserer Vermieterin Ana sehr freundlich. Er wies uns gleich darauf hin, dass wir uns kräftig am Feigenbaum, der über unserem Steinhäuschen wuchs, das einst Anas Unterkunft war, bedienen dürften.
Die Aussicht war wirklich ein Traum. Ein freier Blick über das Meer und Piran. In der Ferne zog ein Gewitter auf, doch bis es uns erreichte, saßen wir sicher noch 3 Stunden draußen und beobachten die Blitze.

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