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Dienstag, 5.3.19 – Senja-Rundfahrt

Die Insel Senja kann man gut über zwei Routen erkunden, die nördliche und die südliche. Die Straße 86 teilt dabei die Insel mehr oder weniger. Mir war die nördliche Route landschaftlich interessanter erschienen, wie uns auch Mats, unser Vermieter am Abend zuvor bestätigte.
Der Morgen startete grau und verschneit, doch versprach der Wetterbericht zwischen 11 und 15Uhr freundliche Phasen, die wir ausnutzen wollten.
Gegen halb 11 starteten wir unsere erste Erkundungsrunde über die Insel.

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Nachdem wir die Brücke, die von Finnsnes nach Silsand auf Senja führt, überquert hatten, bogen wir direkt nach links ab, um der Straße 861 Richtung Norden zu folgen.
Zwischenzeitlich entdeckten wir sogar etwas blauen Himmel über uns, doch generell blieb es recht ungemütlich draußen und landschaftlich konnten wir auch nicht viele Berge ausmachen, denn diese versteckten sich hinter den Wolken.

Wir machten einen Abstecher zur Insel Husøy, wo laut unserem Vermieter viele Reiche leben sollten, denn die Insel profitierte sehr gut vom Fischfang. Nach den Bildern im Internet zu urteilen, muss Husøy auch wunderschön von einer herrlichen Bergkulisse umgeben sein.
In unserem Fall entdeckten wir die Insel eigentlich erst, als wir fast schon draufstanden, denn um uns herum herrschte Nebel. Wir drehten mit dem Auto eine kleine Runde zwischen den Häusern und machten zu Fuß einen kurzen Abstecher zum Hafen, bevor wir vor dem mittlerweile einsetzenden Schneegestöber wieder ins Auto flüchteten und die enge Bergstraße zurückfuhren.

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Generell schien das Tagesmotto wie folgt zu lauten: „Senja hat sicher eine beeindruckende Berglandschaft zu bieten, wenn man sie denn sehen würde.“ Dieser Divise folgend umrundeten wir Fjord um Fjord, machten ab und zu einen kleinen Fotostopp und entdeckten am Straßenrand sogar ein Rentierpärchen, das durch den Tiefschnee stapfte.

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Bevor wir zurück über die Straße 86 nach Finnsnes fuhren, machten wir einen Abstecher Richtung Süden nach Hamn.
Auf der Strecke dorthin befindet sich das Senjatrollet, eine Art kleiner Erlebnispark mit Trollfiguren und dem weltgrößten Troll, die von jemanden privat erbaut waren. Wir wollten den noch recht jungen Tag trotz des miesen Wetters etwas nutzen und die Trolle waren schließlich auch im dichtesten Schneegestöber zu erkennen.
Es standen vereinzelte Autos auf dem Gelände, ansonsten wirkte das Areal ziemlich verwaist. In der Ferne hörte man ausgelassene Kinderstimmen, die scheinbar rodeln waren.


Wir spazierten ein wenig über das Gelände, wo es auch ein Restaurant gab, was allerdings nur im Sommer geöffnet hat.
Wie ich mittlerweile erfahren habe, ist der fast 18 Meter hohe Troll im April 2019 komplett abgebrannt und wird auch nicht wieder neu errichtet. Vermutlich wird das Gelände geschlossen und verkauft.

davVon Senjatrollet aus fuhren wir direkt zu unserer Unterkunft zurück, da das Wetter zusehends schlechter wurde und das Autofahren auf den verschneiten Straßen sehr anstrengend war. Hätte es nicht aller 10 Meter einen Schneeleitstab gegeben, hätte man die Straße nicht mehr vom Himmel und den Schneewänden unterscheiden können.
Zweites Motto des Tages: „Fifty Shades of White“.

Den restlichen Tag verbrachten wir vor den Panoramafenstern mit Tassenkuchen, Schönheitspflege und Lesen.