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Dienstag, 4.9.2017 – Risco-Wasserfall, São Vicente, Santana

Weg nach unten zum Risco WasserfallNach der Erfahrung vom vorherigen Tag brachen wir diesmal gegen 9Uhr direkt zum Parkplatz des Risco-Wasserfalls auf ohne Zwischenstopps zu machen, damit wir noch vor der Hauptanlaufzeit da wären.
Es parkten zum frühen Vormittag erst wenige Autos da, was bei unserer Rückkehr nach Mittag ganz anders aussah.

Der Weg verlief anfangs etwa eine halbe Stunde stetig bergab und auf der schmalen asphaltierten Straße waren wir fast alleine. Dieser erste Teil der Strecke lässt sich auch mit einem kleinen Bus passieren, allerdings fuhr der zu dieser Uhrzeit noch nicht. Wir beschlossen aber den Rückweg damit zu verkürzen, denn ich hatte wenig Lust die nach unten gewanderten Kilometer später wieder bergauf bewältigen zu müssen.

Die Straße endete an einer kleinen Gaststätte, von wo aus der eigentliche Wanderweg zum Wasserfall und der benachbarten 25 Quellen startet.
Viele Stufen führten nach unten, bis wir auf die Höhe der Levada-Wege gelangten. Levadas sind künstlich angelegte Wasserläufe, die es überall auf Madeira gibt. Da sie immer parallel zu den Bergen führen, sind die Wanderungen daneben recht leicht, da es wenig Höhenunterschiede zu überwinden gibt. Allerdings muss man eben erst einmal die Höhe der jeweiligen Levada erreichen.
Als wir den beeindruckenden Risco-Wasserfall erreichten, waren außer uns erst ein paar weitere Besucher vor Ort. Die Sonne kämpfte sich gerade über den Bergkamm und tauchte das Tal in ein grandioses Licht. Die frühe Stunde hatte sich definitiv gelohnt.

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Um den Wanderweg zu den 25 Quellen zu erreichen, mussten wir den Weg teilweise zurücklaufen, da der Wasserfall eine Sackgasse darstellt. Mittlerweile hatte sich der Hauptwanderweg recht gut mit wanderfreudigen Besuchern gefüllt.

Die Levada zu den 25 Quellen (Fontes) war wegtechnisch deutlich schmaler als die zum Risco-Wasserfall, zeitweise war der befestigte Weg neben dem Wasserlauf kaum zwei Füße breit. Deshalb wurde es interessant, wenn andere Wanderer entgegenkamen, einige liefen direkt auf den Mauern des Kanals, andere versuchten im kaum befestigten und abschüssigen Wald auszuweichen. Das Ganze wurde auf dem Rückweg noch weniger spaßig, da mittlerweile ganze Reisegruppen den Weg bevölkerten und ein entspanntes Wandern kaum mehr möglich war.

In der Schlucht der 25 Fontes badeten schon zahlreiche Kälteerprobte im Wasser. Die 25 Fontes sind je nach Wasserfülle kleine Rinnsale oder Miniaturwasserfälle, die von hohen Felswänden in ein schmales Becken fließen.
Da es hier nur von Touristen wimmelte, traten wir als bald den Rückweg an.
Wie erhofft, erreichten wir einen der kleinen Bus, der den Endspurt zum Parkplatz verkürzte. Nach dem sehr anstrengenden Treppenmarsch von fast 500 Treppen zu der kleinen Straße war ich nicht mehr gewillt, noch eine weitere Stunde den Berg weiter hinaufzulaufen.

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Rastplatz am PassMit dem Auto fuhren wir zum Estalagem Encumeada Pass, wo wir unser mitgenommenes Mittagessen verspeisten und von dort aus direkt nach São Vicente fuhren. Heute war das Wetter deutlich schöner und wir konnten gemütlich durch den kleinen Ort bummeln. Die Parkplatzsuche im Ort gestaltete sich recht schwierig, da der einzige Parkplatz immer voll ist. Wir ließen das Auto etwas außerhalb stehen und liefen den Rest zu Fuß in den Ort. Dafür, dass der Ort gefühlt nur aus einem Dutzend Häusern besteht, war die Kirche recht eindrucksvoll.

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Von São Vicente folgten wir der Küste nach Santana. Unterwegs hielten wir immer wieder an diversen Aussichtpunkten und genossen den Blick auf das türkisblaue Meer und die Steilküsten. Bei einem kleinen Obststand am Straßenrand verköstigten wir einige für uns recht exotische Früchte, wie Kreuzungen aus Orange-Maracuja, Bananen-Maracuja, verschiedene Sorten Bananen und nahmen welche für später mit.

Der Ort Santana ist bekannt für seine kleinen weißen, strohgedeckten Häuschen. Vor Ort stellte sich heraus, dass es nur eine Hand voll dieser Häuser gab, in denen sich kleine Geschäfte mit Wein und Süßwaren verbargen. Ich hatte irgendwie mehr erwartet und an eine Art Freilichtmuseum gedacht.

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Auf dem Heimweg rasteten wir am östlichsten Zipfel Madeiras, am Ponta de São Lourenço, der sich landschaftlich komplett vom Rest der Insel unterschied. Alles wirkte karg und rau und erinnerte mich teilweise an Island. Man kann dieses Gebiet erwandern, allerdings verschoben wir das auf einen anderen Tag, da sich so eine Unternehmung bei strahlensten Sonnenschein nicht unbedingt empfiehlt, denn es gibt dort weit und breit keinen Schatten.

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Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool und auf dem Balkon. Gegen Abend konnten wir einer Gymnastik- und Zumbagruppe musikalisch beiwohnen, die unten am Pool ihr Workout sehr enthusiastisch veranstalteten.

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