Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , ,

Freitag, 3.03.2017 – Der Abreisetag.

An sich bestand der ganze Tag nur aus Warten, Fliegen, noch mehr Warten und Fliegen. In Oslo erwartete uns eine 7-stündige Umsteigpause, die wir dazu nutzen wollten, uns die Hauptstadt Norwegens genauer anzuschauen.

Am Morgen gaben wir das Auto problemlos am Flughafen zurück.
Da das Einchecken und die Gepäckaufgabe theoretisch automatisch verläuft, muss man nicht viel Zeit für das Ganze einplanen. Allerdings druckte uns der Automat, an dem wir eincheckten nur unsere Boardingkarten aus und verweigerte die Gepäckpässe. Hilfesuchend wanden wir uns an einen der Mitarbeiter, der es allerdings auch nur zustande brachte, uns noch einmal 6 Boardingcards auszustellen. Mittlerweile hatten wir 12 Stück.
Schlussendlich gaben wir unsere Koffer auf die altbekannte Methode am Band bei ihm ab.

_DSC0806 Kopie

Die restliche Wartezeit überbrückten wir mit einem letzten Spaziergang am Ufer, bis es zum Boarding ging.
Nach anderthalb Stunden landeten wir in Oslo.
Auf der Hinreise hatten wir ja gelernt, dass wir unser Gepäck beim Umstieg neu aufgeben müssten, also folgten wir der Masse und warteten am Gepäckband. Und warteten. Und warteten, bis wir fast alleine dastanden. Das Ganze kam uns seltsam vor, weshalb ich eine Mitarbeiterin von Norwegian Air am Schalter fragte, die mir freundlich erklärte, dass nur Flüge, die nach Norwegen gehen, das Gepäckproblem haben. Inlandsflüge seien nicht betroffen.
Das Thema war abgehakt, so konnten wir zum nahegelegenem Bahnhof für den Schnellzüge nach Oslo weiter.

HauptbahnhofAm Automat erstanden wir die Tickets für umgerechnet ca. 20€ pro Person und Fahrt.
Mit dem Flytoget Express Train überwanden wir die 50km vom Flughafen zum Hauptbahnhof in gerade einmal 17 Minuten.
Ein Teil des Bahnhofs wirkte noch wie dem vorherigen Jahrhundert: eine schöne alte Eingangshalle voller Cafes und Restaurant.
Direkt vor dem Bahnhofsvorplatz begann die, wie uns vorhergesagt wurde, einzige Einkaufsstraße Oslos, die Richtung Königspalast führt.

rechts: Parlament

Unterwegs gönnten wir uns einen kleinen Mittagsimbiss, bevor es weiter durch die Innenstadt ging.
Vom nördlichen Baustil mit kleinen Häusern mit Holzfassade ist in Oslo nichts mehr zu finden. Es herrscht eine Mischung aus Ziegelsteinbauten, Gebäude der Gründerzeit und Neuzeit.
Einer der großen Plätze nahe des Parlament erinnerte mich an den Wenzelsplatz in Prag.
So viel nehmen sich die Hauptstädte gar nicht.
Im Park am Nationaltheater fuhren Kinder auf einem künstlich gefrorenen Brunnen Schlittschuh, mit passender Musik aus Lautsprechern.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am Schloss, dem Sitz der Königsfamilie, die sogar zu Hause war, wie die Fahne auf dem Dach verkündete, war gerade Wachablösung.
Das Schloss steht etwas erhöht, weshalb man von dort einen recht guten Blick über die Stadt hat.

Unser Weg führte uns zum Hafen, wo auch das Osloer Rathaus steht, in dem jährlich die Friedensnobelpreise verliehen werden.
Die Schiffe im Hafen waren teils noch mit Planen bedeckt.
Wir schlossen unseren Rundgang nach etwa 2,5 Stunden wieder am Bahnhof.
Es war zwar ganz interessant Oslo zu sehen, doch aufgrund des wolkigen Wetters hinterließ die Stadt eher einen trüben und wenig spektakulären Eindruck bei mir. Für einen kurzen Zwischenstopp war es okay, aber extra Urlaub hier muss ich nicht machen.

Oslos Rathaus

Die restliche Wartezeit auf dem Flughafen verbrachten wir mit Duty-Free Shopping und Lesen.
Am Abend erreichten wir Berlin-Schönefeld und mit dem Bus unser Hotel, wo sich gerade eine riesige Reisegruppe zum Einchecken am Eingang tummelte.

Da wir Hunger und keine Lust ewig zu warten hatten, brachten wir das Gepäck zum Auto in die Tiefgarage und begaben uns zu einem nahegelegenen italienischen/mexikanischen Restaurant. Trotz der interessanten Themenzusammenstellung war das Essen sehr gut und auch endlich wieder bezahlbar.
Während des Essens fuhr die Feuerwehr vorbei und wir witzelten noch, ob unser Hotel später noch stehen würde.
Als wir uns dem Hotel näherten, stand die Feuerwehr genau vor dem Eingang. So viel zu dem Thema. Scheinbar hatte ein Kind den Alarm versehentlich ausgelöst, doch der Aufwand war natürlich hoch.
Dennoch konnten wir ohne Probleme unsere Zimmer beziehen und die Nacht verlief ruhig.

Oslos Hafen

Fazit: Unsere Nordlandtour war ein voller Erfolg. Tiefblauer Himmel über herrlich weiß verschneiten Bergen, Rentiere zum Anfassen, glutroter Sonnenuntergang am Polarmeer und nachts über allem die grün schimmernden Vorhänge des Polarlichts.

Advertisements