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Mittwoch, 1.03.17

Für die nächsten Tage hatten wir keine spezielle Planung, außer abends nach dem Polarlicht Ausschau zu halten und die Landschaft zu genießen. In Tromsø gibt es einige Museen, die sich unter anderem mit der Stadtgeschichte, dem Leben in der Polarregion und auch den ersten Polarexpeditionen beschäftigen. Wir entschieden uns dem Museum Polaria einen Besuch abzustatten, in dem es um die Tierwelt dieser Region geht. Das Museum wirkt von außen wie eine Reihe umgefallener Dominosteine.

 

Gleich nach dem Eingangsbereich gab es ein 160° Kino, das dem Besucher zu Beginn des Rundgangs einen Überblick über die Tiere und das Gebiet um das Polarmeer gibt, bis nach Spitzbergen.Straßen Tromsös
Nach dieser guten Vorbereitung öffnete sich eine Tür auf der anderen Seite des Kinos und man wurde in die Welten des Museums entlassen.
Es gab Aquarien mit verschiedene Fisch- und Krabbenarten zu bestaunen und ein großes Robbenbecken, wo man zu unterschiedlichen Zeiten der Fütterung beiwohnen kann. Unter dem Becken kann man durch eine gläserne Röhre gehen und von Zeit zu Zeit den Robben bis auf wenige Zentimeter nah kommen.
Auch wurde auf Tafeln über die Gefahren für dieses Gebiet, die Veränderung der Gletscher und die Gefährdung der Eisbären informiert.

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_DSC0446 KopieVom Museum aus spazierten wir Richtung Zentrum zur Haupteinkaufsstraße, um ein paar Souvenirs zu erstehen und durch die Geschäfte zu bummeln. Das Mittagessen bereiteten wir wieder im Apartment zu.

Nach einer kurzen Mittagssiesta starteten wir gegen halb 3 Richtung Sommarøy. Bei meinem letzten Tromsø-Besuch hatte ich es leider aufgrund der kurzen Helligkeitsdauer und des schlechten Wetters nicht bis dahin geschafft.
Auf dem Weg dorthin machten wir an der kleinen Kirche von Kaldfjord Halt, die aber geschlossen war.

Kirche von Kaldfjord

Unterwegs hielten wir an tiefen Tälern, zugefrorenen oder mit Eisschollen gefüllten Fjorden. Es gab immer etwas Neues zu entdecken.

 

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Kurz vor um 4 erreichten wir die Brücke, die zur Insel Sommarøy führt. Über den Bergen zogen zwar einige Wolken auf, aber diese wagten sich den Abend über nicht weiter vor.
Der Verkehr über die einspurige Brücke war mit einer Ampel geregelt, die im gefühlten Minutentakt die wenigen Autos und LKWs passieren ließ.

Brücke von Sommaroy

Der Ort auf Sommarøy war recht überschaubar. Neben Wohnhäusern gab es noch ein Hotel mit kleinem Supermarkt und das war es dann auch schon fast.
Wir erkundeten ein wenig die Bucht, bis wir wieder ins Auto stiegen, um noch einen Abstecher nach Brensholmen zu machen, da wir noch fast 2 Stunden Zeit bis zur Dunkelheit hatten.

 

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Brensholmen ist von der Größe ähnlich wie Sommarøy, besitzt dafür zusätzlich eine Kirche.
Wir folgten der Küstenstraße weiter, die irgendwann in Kaldfjord münden würde, aber soweit wollten wir nicht, denn wir erwarteten ja die Aurora in Sommarøy.

erstes kurzes Aufglimmen

sanftes GrünWieder zurück in Sommarøy suchten wir eine Parkmöglichkeit, nahe der des Strandes, denn dort war es am dunkelsten. Nach einigen Tests, von wo aus man am besten fotografieren könnte, kehrten wir wegen der eisigen Kälte zum Auto zurück, um zu warten und noch unser Abendbrot, in Form belegter Brötchen, zu verspeisen.
Nach einer Weile bemerkte ich nahe der Berge eine seltsame langgezogene Wolke, die bei genauerer Betrachtung langsam grünlich wurde.
Schnell packten wir die Sachen zusammen und gingen zu unserem ausgesuchten Fotopunkt.
Nach einigen Minuten schien die Aurora an Stärke zu verlieren, also kehrten wir zum Aufwärmen ins Auto zurück.
Dieses Spiel wiederholten wir noch einige Male bis schließlich das Polarlicht zum ultimativen Schlag ausholte und als breiter Streifen über uns dahin schwebte.

 

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Diesmal waren sogar die wehenden Vorhänge direkt über uns noch besser zu erkennen.
Einfach magisch.

Irgendwann schwächte das Leuchten wieder ab und wir beschlossen weiterzuziehen. Zwischenzeitlich traf am Ufer eine der geführten Polargruppen in ihren blauen Overalls ein, die allerdings das intensivste Leuchten verpasst hatten. Wir mutmaßten, ob mein Sitznachbar aus dem Bus vom Vortag und seine Familie darunter wären.

Nach der Brücke hielten wir, um das typische Sommarøy – Motiv wie 20 andere Leute auf dem angrenzenden Hügel zu verewigen.
Mittlerweile war das Polarlicht mit bloßem Auge nur noch schwer wahrnehmbar. Auf den Fotos wirkte es wie eine große grüne Wolke, die über den Himmel schwebte.

Auf dem Rückweg hatten wir das Glück, dass wir fast immer dann einen Fotostopp einlegten, wenn die Intensität wieder zunahm. Dennoch wirkte das Nordlicht an diesem Tag durchschnittlich mehr wie eine große grüne Wolke. Die Reichweite für die Aurora lag bei teilweise über 5 kp, weshalb es auch gut in Island und dem südlicheren Norwegen zu sehen war, was aber für uns bedeutete, dass wir oft schon fast im Schatten der Aurora lagen.
Nichts desto trotz war es wieder traumhaft gewesen.

 

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