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Sonntag, 26.3.17 – Rückweg durch Dänemark

Eigentlich hatte der Wetterbericht etwas von Sonne erzählt, doch irgendwie war das Wetter anderer Meinung. Am Morgen herrschte dichter Nebel über Kopenhagen. Selbst die obersten Stockwerke der Hochhäuser nahe des Hotels waren nicht mehr zu sehen.

DSC01270 KopieDoch alles Jammern half nichts, denn ich hatte ein Date mit der Fähre 15.40Uhr, die mich wieder nach Deutschland bringen sollte und in der Zwischenzeit wollte ich mir auf dem Weg nach Rødbyhavn noch ein wenig die Küste anschauen, obwohl ich bezweifelte eine wirkliche Aussicht zu haben bei der Nebelsuppe.
Gegen um 10 verabschiedete ich mich aus Kopenhagen und fuhr Richtung dem Städtchen Borre im Süden Dänemarks. In der Nähe von Borre findet man die Steilküste und die Kreidefelsen Møns Klint.

Die Landschaft verbarg sich hinter Nebelwänden und so gestaltete sich die Fahrt anfangs recht eintönig.

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Bei Nyråd verließ ich die Autobahn und langsam lichtete sich auch stellenweise der Nebel und gab die Umgebung und die Sonne frei. Der Weg zu den Kreidefelsen war recht gut ausgeschildet und nach einer halben Stunde erreichte ich das Geocenter Møns Klint, das allerdings geschlossen hatte. Der Nebel hatte sich zwar über dem Wald und dem Parkplatz gelichtet, doch er klammerte sich noch hartnäckig an die Bäume an der Küste fest.
Dennoch wagte ich den Abstieg zur Küste hinter dem Geocenter, etwa 500 Treppenstufen hinab.
Durch den Nebel hatte der Wald fast etwas Mystisches.

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Nach 10 Minuten hörte ich das erste Meeresrauschen, doch von den Felsen war nichts zu sehen.
Kurz über dem Ufer schälten sie sich langsam als Umrisse aus den Wolken hervor.
Ich beschloss eine Weile auf einer Bank zu rasten. Vielleicht würde es ja noch etwas aufklaren, so dass sich auch ein Foto lohnen würde. Ich hatte mir extra eine Thermoskanne mit Tee und einem Buch mitgenommen und mit dem Meeresrauschen im Hintergrund ließ es sich trotz Kälte gut entspannen.

Da der Nebel scheinbar nicht der Meinung war, verschwinden zu wollen, gab ich das Warten schließlich auf und spazierte ein wenig am vernebelten Ufer entlang, fotografierte etwas und sammelte ein paar Steine.
Dann ging es besagte 500 Stufen wieder hinauf und das war echt heftig. Da geht einem wirklich die Puste aus. Zum Glück gab es genug Bänke zum Rasten.
Nach etwa einer Viertelstunde strahlte mir wieder die Sonne ins Gesicht.

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Auf meiner Weiterfahrt nach Rødbyhavn machte ich noch einen Halt an der Fanefjord Kirke, die bei Google Maps noch recht interessant ausgesehen hatte. Doch in Wirklichkeit war die Gegend um die Kirche wie leergefegt und der Fanefjord, an dem sie steht, wirkte mehr wie ein See. Der kleine Abstecher war okay gewesen, aber nicht übermäßig spektakulär.

Kurz vor um 3 erreichte ich Rødby und hatte noch genug Zeit meine restlichen Kronen in einem nahen Supermarkt loszuwerden.
DSC01297 KopieIch hatte zwei Wochen vorher im Internet die Fährüberfahrt gebucht und bezahlt und somit verlief auf das spätere Einchecken ohne Probleme.
In 6er Reihe warteten wir auf die Ankunft der Fähre, die sich irgendwann als Koloss aus dem Nebel schob und sich dem Hafen näherte.

Die Fahrt war sehr entspannt, nur für einen längeren Aufenthalt an Deck war es definitiv zu kühl, so döste ich etwas in einem der Warteräume vor mich hin.
Nach 45 Minuten erreichten wir Puttgarden und in mehr oder weniger geordneter Reihe ging es an den Zöllnern vorbei weiter Richtung Kiel.

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Ich hatte mit der Mietwagenfirma ausgemacht das Auto um 18Uhr wieder ab zu geben, doch da an diesem Tag die Firma eh geschlossen hatte und keiner auf dem Gelände war, beschloss ich, dass 20 Minuten mehr auch nicht weh taten und machte noch einen Abstecher zum Weißenhäuser Strand.
Denn in Deutschland schien bei angenehmen Temperaturen die Sonne und was gibt es Schöneres im Frühjahr als Sonne, Sand und Meer.

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Ich spazierte etwas am Meer entlang, genoss das Wellenrauschen und das Kreischen der Möwen, denn bis zum nächsten Meeresbesuch würde für mich eine relativ viel Zeit vergehen.

In Kiel tankte ich wie abgemacht voll und ließ das Auto auf dem Firmengelände stehen und hinterließ den Schlüssel im Briefkasten. Ich wollte am nächsten Tag nochmal anrufen, ob alles funktioniert hatte.
Dann holperte ich wieder mit meinem Koffer im Eiltempo zum Bahnhof, da ich den nächsten Zug noch erwischen wollte. Fast hätte mir der Fahrkartenautomat einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber eben nur fast, denn schließlich wollte einer von 6 Automaten doch mein Geld.

Gegen 20Uhr erreichte ich wieder Plön.

Fazit: Kopenhagen ist eine echt schöne Stadt, die man durchaus zu Fuß ohne Museen an einem Tag schaffen kann. Ansonsten gibt es für mich landschaftlich keine großen Unterschiede zwischen Dänemark und Norddeutschland, deshalb würde ich vermutlich eher von Deutschland aus Kurztrips nach Dänemark machen, da die Preise einfach deutlich höher sind als hier.

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