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Donnerstag, 20.10.16 – Nokonoshima

Die erste Nacht, in der ich durchgeschlafen hatte.
Bevor wir uns wieder mit Julia gegen um 11 in Meinohama trafen, reservierten Katrin und ich im Hauptbahnhof Hakata noch Sitzplätze für die Zugfahrt nach Hiroshima am nächsten Tag. Das Reservieren ohne wirkliche Japanisch Kenntnisse verlief recht einfach, da ich mir mit der Hyperdia App die Verbindung herausgesucht hatte.

Zum Frühstück gab es in Canal City die sehr leckeren Crêpes, die wir schon mal getestet hatten und einen Fruchtsmoothie.
In Meinohama erkundeten wir gemeinsam mit Julia erst einmal die Umgebung. Durch schmale Straßen mit kleinen Wohnhäusern ging es bis zum Fischerhafen. Ich kann kleinen Städten mehr abgewinnen als großen Metropolen. Irgendwie haben diese Gegenden mehr Charme für mich.

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In einem riesigen 100Yen Shop erstanden wir zwischendurch einige Souvenir. Bevor wir uns zum Fährhafen aufmachten, spazierten wir am Meer entlang durch einen Park, von wo aus man einen guten Blick auf die Insel Nokonoshima hat.

dsc00329Die Fähre zur Blumeninsel fuhr einmal stündlich und die Hin-und Rückfahrt kostet 460Yen (ca. 4,30€).
Auf Nokonoshima brachte uns ein Bus auf die andere Seite der Insel, doch ich hatte das Gefühl der Busfahrer umrundete die ganze Insel, bis er uns den steilen Berg hinauf brachte. Die Fahrt im vollgestopften Bus dauerte eine Ewigkeit. Keine Strecke, die ich erlaufen möchte.

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dsc00344-kopieOben begrüßte uns schon das erste Blumenmeer.
Die Insel Nokonoshima vor den Toren Fukuokas ist bekannt für seine Blumenvielfalt. In jeder Jahreszeit blüht etwas anderes. Nach einem kurzen Fußmarsch an Blumen und Souvenirläden vorbei erreichten wir das Highlight im Oktober: die Cosmea – Wiesen. Die pinke Pracht breitete sich vor uns aus, am Horizont war Fukuoka auszumachen. Eine wirklich tolle Aussicht.
Unser Mittagessen hatten wir vorher in einem 7eleven Shop erstanden und verspeisten es auf einer Bank mit schönem Blick auf das Meer.

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dsc00451Wieder zurück in Meinohama wollte Julia zunächst erst einmal in ihre Wohnung, um nach dem Rechten zu sehen.
Der Weg zum Meer durch den angrenzenden Kiefernwald war nur ein Katzensprung. Julia zeigte uns die Überreste eines Walls, der einst gegen den Einfall der Mongolen gebaut wurde. Denn die Mongolen wollten auch Japan erobern, doch aufgrund ihrer kleinen Pferde konnten sie den Wall nicht überwinden und gaben schließlich auf.

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dsc00488Nach einem kurzen Spaziergang am Meer fuhren wir mit dem Zug nach Fujisaki, wo es laut Julia das beste Gyozarestaurant geben soll. Gyoza sind kleine gebratene Teigtaschen, die zum Beispiel mit Fleisch, Garnelen oder Gemüse gefüllt werden können.
Das Restaurant war sehr gemütlich und wurde fast ausschließlich von Einheimischen besucht. Katrin und ich hätten auch nie alleine hierher gefunden und spätestens an der Speisekarte wären wir gescheitert. Denn diese war komplett auf Japanisch und ohne Bilder. Ohne Vorwissen hätte ich nie gewusst, was hier serviert wird. dsc00471-kopie
Julia bestellte für uns zusammen drei verschiedene Gyoza mit Garnelen, Tintenfisch und Schwein. Zum Abschluss gönnten wir uns noch Sashimi mit Sesam und Lachs und ein Gläschen Sake. Aufgrund der sehr leichten Küche ging der Alkohol sehr schnell ins Blut.
Eigentlich hatten wir an dem Abend noch einkaufen wollen, doch wir hatten uns beim Essen so schön mit Julia festgequatscht, dass wir später auf direktem Weg zum Ryokan zurückfuhren.
So eine Gelegenheit des unbeschwerten Redens mit jemanden, der am anderen Ende der Erdkugel lebt, bietet sich nun mal nicht so schnell wieder.

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