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Samstag, 29.10. – Osaka

dsc06502Da es unser Abreisetag war, wollten wir ausschlafen, doch irgendwie funktionierte das nicht ganz. Also trödelten wir etwas herum, packten in Ruhe unsere Sachen zusammen und frühstückten bei über 20°C in der Sonne auf dem Balkon.
Unser Flug würde gegen 23Uhr starten, so hatten wir genug Zeit, wenn auch keine bestimmten Ziele mehr.

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Dreiviertel 10 verließen wir die Wohnung und fuhren von Juuso nach Umeda, um dort die erstbeste Möglichkeit für Schließfächer zu nutzen, denn diese waren schnell vergriffen.
Nahe Osakas befindet sich der Minoo Wasserfall und nach so viel Großstadt wollten wir etwas Natur erleben.
Für 270Yen fuhren wir mit der Hankyu Linie nach Ishibashi  und von dort aus nach Minoo. Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und trotz der kurzen Zeit wirkte die Gegend, in der wir landeten ruhiger und verschlafener, als ich es im Einzugsgebiet Osakas vermutet hätte.
Eine schmale Straße, gesäumt mit kleinen Häusern, wo ältere Leute Essen und Souvenirs anboten, führte vom Bahnhof Richtung Berge.

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Anfangs waren noch recht wenige Leute unterwegs, doch da die Sonne strahlte und es Wochenende war, wurden es in der Zeit immer mehr. Doch auf der Strecke zum Wasserfall verlief sich die Besuchermenge ganz gut. Ein Schild verkündete am Bahnhof, dass die 3,5km lange Wanderung in 35 min zu schaffen sei.

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14991038_1255862971153638_769443520605613142_oDer Weg führte durch das Flusstal entlang immer leicht bergauf. Durch das viele Grün wirkte die Umgebung sehr idyllisch und ich kann verstehen, warum viele Einheimische hier herkommen, wenn sie die Großstadt mal hinter sich lassen wollen.
Wir brauchten für die Strecke eine Dreiviertelstunde durch Fotografier- und Toilettenpausen.
Der Wasserfall war wirklich schön, auch wenn er nicht viel Wasser hatte. Ein Regenbogen schimmerte in der Gischt.

Auf dem Rückweg passierten wir eine Hochzeitsgesellschaft und entdeckten ein Insekt, das wie eine Gottesanbeterin aussah.

Im Bahnhof kauften wir schnell Getränke und der Zugführer wartete freundlicherweise, als er uns angerannt kommen sah. Der Zug war mittlerweile vollgestopft mit Schülern und Angestellten.

Wir fuhren von Umeda noch einmal nach Nippombashi, um unser restliches Geld loszuwerden. Die 1500Yen für die Fahrt zum Flughafen hatten wir schon zur Seite gelegt.
In einem Loftkaufhaus gab es oben eine Musikabteilung, wo gerade eine Autogrammstunde einer J-Rock Band stattfand, die wirkte wie aus einer anderen Welt. Da sie mir unbekannt war, reihte ich mich nicht für ein Autogramm ein.

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dsc06619Wie schon am Abend zuvor bildeten sich lange Schlangen vor scheinbar beliebten Restaurants und dabei war es erst nachmittags.
In einem dreistöckigen Gebäude für Yakitori und Okonomiyaki ergatterten wir noch Plätze. In der Mitte unseres Tisches befand sich eine heiße Eisenplatte für das Okonomiyaki. Ich bestellte eins mit Tintenfisch und Ei. Im Unterschied zu Hiroshima gab es bei dieser Version keine Nudeln im Gericht, aber es schmeckte genauso lecker.

Wir fuhren zum Bahnhof zurück, wo wir ewig brauchten, um die Schließfächer mit unserem Gepäck wiederzufinden, da wir den Zugang zum Bahnsteig nicht fanden oder dafür hätten extra bezahlen müssen. Eine Japanerin wollte uns helfen und führte uns allerdings zu anderen Schließfächern, da ich keine genaue Beschreibung unseres Standortes abgeben konnte. Wir bedankten uns trotzdem artig und nachdem sie weg war, suchten wir weiter.
Irgendwann hatten wir unser Gepäck wieder.

Mithilfe einer Mitarbeiterin erwarben wir das richtige Ticket zum Flughafen, denn es gab zwei verschiedene mit 400Yen Preisdifferenz und wir wollten das günstigere.
Während der einstündigen Fahrt zum Flughafen, die ich fast komplett verschlief, wurde durchgesagt, dass sich der Zug in einem der Bahnhöfe teilen würde. Ein Teil fuhr nach Wakayama und einer zum Kansai Flughafen. Wir saßen natürlich im falschen Teil.
Während ich vor mich hindöste, wurde Katrin von einem netten älteren Herrn auf die Teilung hingewiesen. Schön, wie sich um einen gekümmert wird.

Der Umstieg gelang und wir erreichten den Kansai Airport zwei Stunden vor der Check-in Zeit.
Wir hatten genug Zeit, um unsere Rucksäcke einwickeln zu lassen, die wir auch brauchten, da der Stand dafür sich am anderen Ende der Halle befand und auch jede von uns eine Weile warten mussten.

dsc06631Vor dem Check-in Schalter bildete sich recht früh eine lange Schlange. Da ich mir recht unsicher war, ob dies der richtige Schalter war, fragte ich eine junge Dame in unserem Alter, ob sie mit Emirate fliegt. Es stellte sich heraus, dass sie Mareile hieß und aus dem Schwarzwald stammte, so konnten wir schnell ins Deutsche wechseln. Sie erzählte uns, dass der letzte Flug, den sie eigentlich genommen hätte, vollkommen überbucht war und sie seit 24 Stunden auf dem Flughafen wartete.
Beim Check-in fragte ich, ob wir am Exit sitzen dürfen und es klappte. Somit war ein Teil des Fluges mit Beinfreiheit gerettet.
cofZusammen mit Mareile gingen wir noch Gyoza und Soba essen, wobei sie irgendeine sehr eklige Variante mit Glibberzeug erwischt hatte, das keiner von uns anrühren wollte.
Wir stellten uns recht zeitig an der Sicherheitskontrolle an, da die Schlange immer länger wurde und passierten ohne Probleme.
Der Flug bis Dubai war etwas holprig, aber das Unterhaltungsprogramm verkürzte die Flugdauer.
Als ich etwas eingedöst war, krachte es plötzlich im Gang neben uns und da lag ein Japaner ohnmächtig zu unseren Füßen. Sekunden später rappelte er sich auf und wankte weiter zur Toilette. Ich dachte noch, ob das gut gehen würde, als die Tür aufflog und er aus der Toilettenkabine hinausflog und an die gegenüberliegende Wand krachte und liegen blieb.
cofEs dauerte bis eine Stewardess gefunden werden konnten. In der Zeit setzten wir den Mann an den Exit vor uns. Er erholte sich nach einer Weile und während des restlichen Fluges passierte nichts mehr.
Das war mir auch zu viel Aufregung beim Fliegen.

Beim Ausstieg in Dubai wurden die Passagiere gleich nach ihren Anschlussflügen geordnet und wir sahen Mareile nicht mehr.
Wir hatten beim Check-in einen Essensgutschein für den Flughafen erhalten, die wir während der Wartezeit gut nutzen konnten.

Der Anschluss nach Prag klappte ohne Probleme und gegen Mittag hatten wir europäischen Boden unter den Füßen.
Da es Sonntag war und Prag nicht weit von der Heimat entfernt ist, hatte ich meine Eltern bei der Buchung der Reise gebeten, uns abzuholen, was auch hervorragend funktionierte.

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Zusammenfassung – Kosten

  • Flugbuchung über ein Flugsuchportal: ca 1200€ insgesamt
  • Unterkunftsbuchung über AirBNB und Booking.com: ca. 820€
  • Vor Ort ausgegeben etwa 900€ mit allen Souvenirs
  • japanische Sprachkenntnisse beschränkten sich auf Hallo, Danke, Tschüss, Was kostet das und diverse Sätze aus meinem Sprachführer.
  • Zugverbindungen habe ich über http://www.hyperdia.com/en/ und der dazugehörigen App herausgesucht
  • Über https://www.der-japan-rail-pass.de/ kam innerhalb weniger Tage der Japan Rail Pass West an, der für unser Gebiet reichte
  • mobiles Internet habe ich nicht gekauft, da in den Unterkünften, in Kaufhäusern und Bahnhöfen fast immer Internet vorhanden war
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