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Die Welt ist ein Buch, von dem man nur die erste Seite gelesen hat,
wenn man nur sein Land gesehen hat.

-Fougeret de Moubron (1706-1760)-

Samstag 15.10.16 – Prag

Es hätte alles so einfach sein können.
Unseren Flug nach Fukuoka hatte ich von Prag über London und Tokyo aus gebucht. Von Chemnitz aus fand ich eine Fernbusverbindung gegen 11Uhr mittags, die Katrin und mich für gerade mal 9€ nach Prag bringen würde.
Also einfach perfekt.dsc09722-kopieDer Einstieg in den Bus verlief gut, wir ergatterten einen tollen Platz und es ging los.
Eigentlich. Denn nun begann das Drama.
Ich hatte im Vorfeld mehrfach meine Reiseunterlagen überprüft, ob ich alles bei mir hatte, doch als der Bus anfuhr, schoss es mir durch den Kopf: ich hatte den Voucher für unseren Japan Rail Pass, der uns durch Japan bringen sollte, vergessen.
Nach einigem Rumjammern und Fluchen rief ich meinen Vater an, der an dem Tag durchaus anderes zu tun hatte, als in meine Wohnung zu fahren und dem Bus zu folgen, um mir die Unterlagen zubringen. Doch mein lieber Papa wollte seinem Töchterchen helfen.
Leider konnte der Bus uns nicht wieder in Chemnitz rauslassen. Die nächste Ausstiegsmöglichkeit war Marienberg.
So beschlossen wir dort auszusteigen und auf meinen Vater zu warten, während ich mich über meine Dusseligkeit ärgerte.

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Nach ca. einer dreiviertel Stunde Warten tauchte unsere Rettung auf, die für mich teurer wurde als geplant, denn schlussendlich bezahlte ich nun doch die Maut, ein Entschädigungsessen und einen Kinobesuch. Aber dafür hatte mein Papa unseren Transport in Japan gesichert, denn ein neuer Voucher hätte noch einmal 165€ gekostet und ob ich den anderen später hätte zurücktauschen können, war fraglich.
Nach anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir den Busbahnhof von Prag, in dessen Nähe ich ein Hostel gebucht hatte.
Mit den Navi war das Hotel schnell zu finden. Wir konnten beim Einchecken gleich ein Taxi zu buchen, das uns gegen 3Uhr nachts Richtung Flughafen bringen sollte. Laut dem jungen Mann an der Rezeption brauchte man für den Weg etwa 45 Minuten.
Das Zimmer war ausreichend für eine Nacht und der Weg nicht weit bis zum Wenzelsplatz und dem Altstädter Ring.

Katrin und ich machten unseren üblichen Pragspaziergang, vom Wenzelsplatz, zum Rathaus, Richtung Metronom, wo wir in der Nähe den Filmdreh zu einem Werbespot beobachten konnten und dann zum Hradschin. Beim Hradschin gab es zu der Zeit unseres Besuches Einlasskontrollen, wobei wir durch den Nebeneingang recht schnell drin waren. Wir entdeckten später, dass die Warteschlange am Haupteingang sehr lang war.
Vom Hradschin ging es den Berg wieder hinab zur Moldau und der Karlsbrücke und später zurück zum Hostel.

Die Nacht war für mich recht kurz, denn aus unerfindlichen Gründen war mein Körper der Meinung zwei Stunden Schlaf wären ausreichend und nun lag ich einfach putzmunter im Bett.

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