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Tag 1 – Donnerstag, 22.9.2016

Sonnenschein. Und nun hatten wir endlich die Möglichkeit das Reich unserer beiden Gastgeber zu erkunden. Der Ort Landsmeer ist an sich nicht groß. Entlang der Hauptstraße befinden sich Grundstücke, wo fast jedes einen eigenen Wassergraben hat, so wie auch bei uns. Das war auch mein erster Eindruck von Holland: überall Wasser.
Hinter dem Haus erstreckte sich ein großer, relativ naturbelassener Garten und dahinter ein kleiner privater Strand am Wassergraben. Und dahinter: nichts mehr außer Wiesen. Am Horizont war irgendwo ein Städtchen zu erkennen. Wenn es nicht gerade Herbst gewesen wäre, hätte ich bestimmt die ganzen Tage im Garten verbracht.
Nach dem Frühstück starteten Katrin und ich zu unserer ersten Fahrradtour.
Ich hatte seit diesem Jahr verstärkt das Fahrradfahren für mich entdeckt und da die Niederlande äußerst flach sind, schrie alles regelrecht danach mit dem Fahrrad erkundet zu werden.

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Die Fahrradstrecken sind in Holland sehr gut durch rotweiße Schilder gekennzeichnet und wenn man noch eine passende Karte mit Wegenummern zur Hand hat, kann man sich eigentlich gar nicht verfahren.
Obwohl die Bremsen meines Fahrrads auf mehrere Kilometer hörbaren waren, radelten wir los. Musste ich halt eher aufhören zu treten, um die Bremsen nicht nutzen zu müssen.
Die Fahrradtour führte über Wiesen, Schafs- und Kuhherden vorbei und über Wassergräben nach Ilpendam, einem kleinen Dorf unweit von Landsmeer. Hier gab es die erste kleine Sensation für uns. dsc03964Als wir Ilpendam erreichten, versperrt ein breiter Kanal die Weg und weit und breit war keine Brücke auszumachen, nur eine Klingel vor meiner Nase. Diese einmal benutzt, setzte sich die Fähre von der anderen Seite in Bewegung, um uns abzuholen. Die 70Cent „Wegezoll“ empfand ich als Witz. Die Fährdame war sehr freundlich und so zuvorkommend, dass sie gleich den Autoverkehr anhielt, damit wir schnellstmöglich weiterradeln konnten.

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Wir folgten dem Damm nach Monnickendam, einem Ort an der Küste, voller Ziegelhäuser, kleiner Cafés und einem recht interessanten Rathaus.

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Von hier aus ist es dann auch nicht mehr weit über den Deich auf die Halbinsel Marken, unserem Tagesziel. Einst war Marken eine Insel gewesen, bis in den 50er Jahren die Insel durch einen Deich mit dem Festland verbunden wurde. Ein kleiner idyllischer Ort, in dem es überraschender Weise recht viele Souvenirläden und Touristen gibt.

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dsc04010Die Kirche von Marken ist ganz interessant, da im Inneren fast ein Dutzend kleiner Schiffe von der Decke hängen.
Da es langsam Mittagszeit war, rückten wir nach einem Spaziergang durch den Ort und am Hafen in ein Restaurant ein und genehmigten uns Fish&Chips, die ich als besser empfand wie in Großbritannien, muss ich gestehen.
Nach der Stärkung radelten wir durch andere kleine Ortschaften zurück nach Landsmeer, da wir abends nach Amsterdam wollten.sdr
Die Fahrradtour war echt super. Irgendwie hatte das Radeln eine beruhigende Wirkung auf mich. Natürlich hätte man diese ca. 25km Tour auch mit dem Auto zurücklegen können, aber dann hätten wir nie die kleinen Gassen der Orte, die Schafe und Gänseschwärme gesehen. Auf dem Fahrrad fühlte ich mich sozusagen mehr im Hier und Jetzt. Auch wenn die Knie und der Hintern bei uns untrainierten recht schnell auf sich aufmerksam machten.

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Nach einem kleinen Schläfchen brachen wir gegen halb 6 nach Amsterdam auf. Von unserer Unterkunft aus war die Bushaltestelle etwa 10 Minuten entfernt und Amsterdam innerhalb von 20 Minuten zu erreichen.

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14570797_1218486664891269_3517624593013518204_oDer eigentliche Plan war gewesen, Amsterdam auch mit dem Rad zu erkunden, doch Tiny hatte uns gewarnt, dass Fahrradfahren in Amsterdam eine ganz andere Sache ist. Und das ist es wirklich. Am Bahnhof standen Massen von Rädern, wobei ich mich frage, ob man sein eigenes hier überhaupt wieder findet. Ständig klingelte und quietschte es um einen herum, so entschieden wir uns die Rad-Idee fallen zu lassen und die Stadt am nächsten Tag lieber mit dem Boot zu erkunden.

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Unsere erste Erkundungstour führte entlang der Grachten bis zum Königspalast und der angrenzenden Futtermeile (jedenfalls war das mein Eindruck von der Straße). Wir hatten kein bestimmtes Ziel und so schlenderten wir bis zum späteren Abend durch die Innenstadt.

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