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Am Wasserfall

Hier schäumt der Wasserfall
Und weckt den Wiederhall.
Bunt über seinen Wogen
Da schwebt der Regenbogen.

Es spritzt der Schaum zu ihren Füßen,
Die Wurzeln küsst er und das Moos:
Doch sie erwidern nicht sein Grüßen,
Sie stehen starr und regungslos.

Mutig auf dem feuchten Pfade
Schwang ich mich von Stein zu Stein,
Kehrte hinter der Kaskade
In der Felsengrotte ein.

Welch‘ ein wildes, süßes Träumen,
Wie im Herzen der Natur!
Nur die Fluten hör‘ ich schäumen,
Ihren Donner hör‘ ich nur. […]

Rudolf von Gottschall


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Tag 1| Anreise – Sonntag, 22.5.16

Wir starteten recht früh morgens Richtung Berlin. Die günstigsten Flüge, die ich gefunden hatte, lagen etwa bei 400€ hin und zurück, wobei in diesem Fall zu beachten war, dass wir von Berlin Schönefeld starten und in Tegel, also etwa 30km entfernt, landen würden. Wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin für diese Verbindung wählt, ist man circa anderthalb Stunden unterwegs, worauf ich keine rechte Lust verspürte, da unser Rückflug ein Nachtflug war und wir auch noch nach Hause fahren wollten. Nach etwas Recherche im Internet fand ich ein Taxiunternehmen, dass uns von einem zum anderen Ende der Stadt für 45€ bringen würde. Es versprach eine entspannte Tour zu werden.

Eine kleine Anekdote: Auf unserer Fahrt nach Berlin Schönefeld bemerkte ich auf einmal, dass mein Beifahrerspiegel verdächtig schief hing und wackelte. Auf dem Standstreifen lösten wir den Spiegel aus seiner Fassung, damit er nicht endgültig abfiel und dabei das Auto ramponieren würde und so setzten wir die Fahrt ohne Spiegel fort, was wirklich bescheiden war. An der nächsten Tankstelle lieh ich mir etwas Sekundenkleber, um den Spiegel wieder zu befestigen und er hält nun mehr seit 4 Wochen. Danke, lieber ARAL-Mitarbeiter an der A4 für den Kleber.

Am Berliner Flughafen trafen wir dann auf unsere vierte Verbündete und nun war unsere Mädelstruppe vollständig: Anne, Kali, wie immer Katrin und ich. Das erste Mal, dass ich mit so vielen Freunden eine Reise antreten sollte. Ich war gespannt, ob wir uns auch noch der Reise noch mögen würden.

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Gegen 12.40Uhr hob unser Flieger von WOW Air Richtung Reykjavik ab. Keiner von uns hatte vorher etwas von dieser Airline gehört. Es handelt sich hierbei um ein recht junges, isländisches Billigflugunternehmen. Der Flug verlief relativ entspannt und führte vermutlich erst Richtung Norwegen und anschließend einmal komplett von Ost nach West über Island. So konnten wir schon einen ersten Eindruck gewinnen: teilweise sehr karg, keine Bäume, Gletscher und jede Menge Berge. Nach etwa 3,5 Stunden Flugzeit landeten wir gegen halb drei Ortszeit auf dem Keflavik Flughafen.
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Ich hatte im Vorfeld einen Mietwagen gebucht. Ein Vertreter der Vermietungsgesellschaft sollte uns am Flughafen erwarten, doch auch nach einiger Wartezeit sahen wir niemanden mit einem passenden Schild zu unserem Voucher. Irgendwann sprach uns ein Mann einer anderen Gesellschaft an und meinte, dass unser Gesuchter am Eingang steht, 10m entfernt. Ich entgegnete, dass auf meinem Zettel ein ganz anderer Name steht als auf dem Schild. Es stellte sich heraus, dass wir die ganze Zeit nach dem Namen der Buchungsseite und nicht des Unternehmens Ausschau gehalten hatten.

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Das Unternehmen hatte seinen Sitz etwa 10min vom Flughafen entfernt und nach einigen Formalitäten konnten wir einen recht großen Renault Kadjar unser Eigen nennen, den sich Katrin gleich unter den Nagel riss und auch für die gesamte Woche nicht mehr her gab. Ich kaufte noch mobiles WIFI für etwa 18€ dazu, damit wir nicht völlig planlos durch die Gegend fahren würden und es machte sich bezahlt.

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Nach etwa 45min Fahrt erreichten wir Reykjavik. Der erste Eindruck war eher gemischt. Teilweise wirkte alles etwas atypisch für eine Hauptstadt, meist erinnerten die Straßenzüge an Gewerbegebiete.
Nach einigem Suchen fanden wir unser Hotel, wobei die Suche durch mein Handynavi erleichtert wurde, denn sonst hätte die Suche bedeutend länger gedauert. Das Hotel, das mehr an ein Hostel erinnerte, wirkte von außen sehr unscheinbar und nur anhand des kleinen Aufdruckes an der Tür war es als „Reykjavik Hotel Center“ zu erkennen. Nach einer freundlichen Begrüßung konnten wir unser Vierbettzimmer beziehen und von innen sah das Hotel bedeutend besser aus als von außen.
Nach einer kurzen Pause, in der wir feststellen mussten, dass hier das Wasser stark nach Schwefel roch und somit der Tee einen Beigeschmack von Eiersalat hatte, starteten wir unsere Erkundungstour durch Reykjavik.

Unweit unseres Hotels befand sich ein Supermarkt, in dem wir uns für die nächsten Tage eindeckten.
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Der Weg Richtung Innenstadt führte uns am Meer entlang und da schönes sonniges Wetter war, konnten wir einen guten Rundumblick von den Bergen bis zum Hafen genießen. Der Wind war recht frisch, was allerdings in Island nicht anders zu erwarten war.
Wir besuchten einige Souvenirshops, die einzigen Läden, die sonntags öffneten, und hielten nach etwas Restaurant ähnlichem Ausschau. Dabei mussten wir feststellen, dass die Preise in Island für unsere Verhältnisse extrem hoch sind. Beispielsweise kostete ein Fischgericht fast 30€.

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DSC01472Nahe von Reykjaviks Wahrzeichen, der modernen, aber beeindruckenden Hallgrímskirkja, fanden wir einen kleinen Imbiss, der zwar an einen Zeitungsladen erinnerte, aber Burgermenüs für etwa 10€ und Plätze in der Sonne anbot. Nach dieser Stärkung spazierten wir noch etwas durch die Stadt, entdeckten dabei ein Plakat, das auf das Penismuseum in Reykjavik aufmerksam machte, das wir allerdings nicht besuchten und kehrten schließlich zum Hotel zurück.

Bei den Lichtverhältnissen im sommerlichen Island kommt man etwas durcheinander. Das Gefühl sagt einem, es ist sicher erst 18Uhr, die Uhr belehrt einen eines Besseren. Als wir im Hotel ankamen, war es mittlerweile fast halb 11.

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