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Mittwoch, 30.12.15 – Sofia

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Gegen 8Uhr erhob ich mich, packte meine Sachen und begab mich auf die Suche nach Julia, die in der Nacht ins Wohnzimmer umgezogen war, was nach ihrer Aussage mehr am Radau der WG-Katze lag, denn an meinem Schlaf. Ich hatte nichts gehört. Ich bin ein ignoranter Schläfer.
Wir hatten in der vorangegangen Nacht beschlossen, dass ich meinen morgendlichen Spaziergang durch die Innenstadt alleine machen würde. Julia würde mir gegen halb 11 das Gepäck an die Metrostation an der Newski-Kathedrale bringen, bevor ich mich zum Flughafen fahre.
Also begab ich mich zur nächsten Metrostation und versuchte mich zu erinnern, in welche Richtung ich fahren müsste. Julias Spickzettel half und so gelangte ich zur Metrostation an der Markthalle.

12402180_1002287443177860_3113429782127207715_oIn der Markthalle war das Gewusel übersichtlich, ich hätte es schon fast als „wenig besucht“ bezeichnet. Hier findet man einiges an Essen, Souvenirs, Kleidung. Sie erinnerte mich an die große Markthalle in Budapest.
Gegenüber der Halle befindet sich eine Moschee und unweit davor findet man an der Metrostation Ausgrabung zur römischen Stadt Serdika, die früher im Zentrum des heutigen Sofia lag. Diese Ausgrabungen setzen sich bei der Rotunde fort. Die Rotunde befindet sich unmittelbar hinter dem Sheraton-Hotel, sozusagen im Innenhof, inmitten der Überresten Serdikas.

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Mein Weg führte mich weiter, die sehr glatte Hauptstraße entlang, zur russischen Kirche Sveti Nikolay (Bilder siehe oben). Es hatte am frühen Morgen zu schneien begonnen, weshalb ich mich ein wenig wie im russischen Winterwunderland fühlte.

In greifbarer Nähe zur Kirche liegt die Sophienkirche (am Eingangsschild stand Hagia Sophia), einer der ältesten Kirchen Europas und Namensgeberin der Stadt (Bild links neben dem Text). Bei meinem Besuch wurde gerade der Gottesdienst abgehalten.

Keine 50 Meter davon steht die Newski-Kathedrale, die nun auch geöffnet hatte. Ein Prachtbau, aus dem meine Eltern in der 80er Jahren rausgeflogen waren, nachdem sie einander ein Küsschen gegeben hatten.
Fotografieren ist im Inneren verboten, doch ich gestehe, ich habe es dennoch gewagt.
12489450_999883386751599_8018923579796354641_oDie restliche Zeit verbrachte ich noch in den Nebenstraßen, immer nahe der russischen Kirche, des Theaters und der Kathedrale.
Und schließlich war der Zeitpunkt des Abschiedes gekommen.

In der Metro zum Flughafen schob ich kurz Panik, dass mich Julia aus Versehen in die falsche Richtung gesetzt hatte, doch es waren nur die Anzeigen in den Waggons defekt.
Der Rest verlief reibungslos und im Terminal wurde ich beim Souvenirshoppen meine übrigen Leva los.

Über den Rückflug und Heimweg gibt es nicht viel zu berichten, außer dass wir aufgrund des Schnees zu spät starteten und ich mir Sorgen machte, ob mein geplantes Treffen mit meiner Internetbekannten Svenja auf dem Wiener Flughafen noch stattfinden würde. Die Sorge war unbegründet, denn wir landeten fast pünktlich.
Der Rest verlief wie am Schnürchen.

Mein Fazit: Bulgarien lohnt sich. Ein wirklich schönes und vielseitiges Land, das dazu noch recht günstig, fast schon billig ist. Und selbst 3 Tage reichen zur Erholung. Jedenfalls mir 😉

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