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Das ist das Angenehme auf Reisen,
dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung
das Ansehen eines Abenteuers gewinnt

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

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Bulgarien – ein Land zwischen Orient und Okzident.
Ich war schon zweimal in Bulgarien gewesen, allerdings war das 1993/94 gewesen und damals durfte man sich als Tourist meist nur in Küstennähe aufhalten, aufgrund einiger Unruhen im Land. Außerdem war ich etwas zu jung, um wirklich Erinnerungen daran zu haben.
Also was macht man mit den freien Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr und wenn man weiß, dass eine ehemalige Kommilitonin gerade in Sofia lebt? Man bucht eine Woche vorher einen Flug und hofft auf das Beste.

Sonntag, 27.12.15 – Sofia

Ich hatte mich diesmal für den Flughafen Prag entschieden, zum ersten Mal, da es auch von der Fahrtzeit deutlich kürzer war als Berlin. Außerdem kann man dort sehr günstig das Auto stehen lassen. Dafür, dass ich sonst immer etwa 30-60€ bezahle, waren es in Prag nur 11€.

Von Prag aus ging es mit Verspätung los nach Wien, das komplett im Nebel versank, was die Verspätung begründete. Das Flugzeug zählte zu den älteren Propellermaschinen und mein Sitzplatz befand sich genau auf der Höhe der rotierenden Flügel. Schon etwas beängstigend. Dennoch verlief der Flug ohne Probleme und die 3 Stunden Wartezeit verbrachte ich mit Essen und Lesen.
Das Flugzeug von Wien nach Sofia war etwas komfortabler und während der zweiten Hälfte des Fluges unterhielt ich mich dann mit meiner Sitznachbarin, die in Bulgarien ihren Freund besuchen wollte und über Silvester bleiben würde.

Als wir uns Sofia näherten, sah wir blauen Himmel, Berge und darunter… nichts. Nichts außer einem Wolkenmeer. Ade schönes Wetter.
Einmal im Nebel tauchten wir auch nicht mehr auf. Das Flugzeug setzte auf der Landebahn auf und ich war überrascht, dass die Piloten diese überhaupt entdeckt hatten, denn man sah rein gar nichts, keine Gebäude, keine Flugzeuge, nur Grau. Sichtweite vielleicht 50m, wenn überhaupt. Und so blieb es auch den ganzen Abend.

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Am Flughafen empfing mich Julia, meine ehemalige Kommilitonin und mit der Metro ging es für 1Leva (50Ct) Richtung Innenstadt.

_DSC9151Nachdem ich meinen Koffer in ihrer WG abgestellt hatte, begaben wir uns auf Essenssuche, allerdings weiß ich nicht mehr in welche Richtung, da mich der Nebel orientierungslos machte.
Doch Julia behielt den Durchblick und schließlich erreichten wir ein sehr schönes Lokal mit traditioneller, bulgarischer Küche.

Nach dem Essen spazierten wir Richtung Nationalpalast der Kultur am Ende des Vitosha Boulevards. Dieser Palast muss ein sehr beeindruckendes Gebäude sein, besonders wenn im Hintergrund das Vitoshagebirge aufragt. Allerdings sah ich nicht viel außer blauem Licht und Umrissen. Aber selbst die Umrisse waren sehenswert.

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Da es mittlerweile schon fast Mitternacht war, entschieden wir uns den Heimweg mit dem Taxi (3,5Leva – ca. 1,75€) abzukürzen.

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