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Ich wollte schon immer einmal das Polarlicht sehen.
Also was macht man mit fünf freien Tagen? Man nutzt vier davon, um in den Norden Norwegens zu reisen und ein wenig mit dem Glück zu pokern.
Ich schwankte anfangs zwischen Bodø und Tromsø. Die Wahl fiel schließlich auf letzteres. Wieder mit von der Partie: Kindergartenfreundin Katrin.

Sonntag, 22.11.15 – Anreise

Am Sonntag flogen wir gegen um 10 morgens von Berlin Schönefeld los. Der erste Zwischenstopp würde Oslo sein, wo wir etwa 7 Stunden Aufenthalt hatten und ich eigentlich plante, in der Zeit eventuell die Stadt zu erkunden. Naja… falsch geplant bzw. gedacht.
Durch Zufall traf ich am Flughafen auf Freunde der Familie, die mittlerweile nach Norwegen ausgewandert waren und uns den Hinweis gaben, dass eine Fahrt nach Oslo etwa 20€ kostet. Das war mir dann für einen spontanen Ausflug doch zu viel. Wir hatten auch nur umgerechnet 35€ in bar dabei, den Rest wollten wir mit Kartenzahlung lösen.
Sie gaben uns auch den Tipp, dass man in Oslo hinter der Sicherheitskontrolle seine Wasserflaschen wieder auffüllen kann. Allerdings fanden wir die Becken nahe der Toilette erst auf dem Rückflug. Aber ein echt toller Flughafenservice.

12307584_977123872360884_7468769576180010012_oWir landeten bei strahlendem Sonnenschein, leichten Schnee und minus 1°C in Oslo. Da das Wetter so schön war und wir Zeit zur Genüge hatten, beschlossen wir die unmittelbare Flughafenumgebung zu erkunden. Irgendwann erreichten wir eine große Hauptstraße (laut Wegweiser waren es 58km bis Oslo). Im Endeffekt folgten wir parallel der gesamten Landebahn, was etwas mehr als 3km in jede Richtung darstellten.
In Höhe des Rollfeldendes erschienen erste Häuser und eine Tankstelle, wo wir uns später ein paar Hot Dogs gönnten. Wir erkundeten ein wenig die Siedlung, bevor wir uns wieder Richtung Terminal aufmachten. Auf diese Art hatten wir gute 2,5 Stunden zugebracht und sicher 8-10km Weg zurückgelegt.
Die restliche Wartezeit bis 17.00Uhr verbrachten wir im Flughafengebäude.

Kurz nach um 7 erreichten wir Tromsø.
Ich hatte im Vorfeld schon einen Mietwagen gebucht, damit wir uns etwas freier in der Umgebung bewegen konnten. Die Übergabe verlief reibungslos und mit dem eingebauten Navigationsgerät fanden wir recht schnell unser Hotel.
Man hat das Gefühl ganz Tromsø zu untertunnelt. Selbst die Parkplätze findet man im Tunnelsystem, dessen Ausfahrten teilweise direkt unter kleinen Wohnhäusern liegen.

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Da die Nacht sternenklar war und der Mond alles schön beschien, stellten wir schnell unser Gepäck im etwa 5m² großen Zimmer ab und sprangen wieder ins Auto, auch in der Hoffnung einen Blick auf das Polarlicht zu erhaschen.
Wir fuhren auf die benachbarte Insel Kvaløya, immer in Richtung Sommarøy. Vom Polarlicht weit und breit nichts zu sehen, dafür zeichneten sich im Mondlicht die Berge wunderschön ab. Mitten auf der dunklen Hauptstraße im Gebirge beschloss ich einen kurzen Fotostopp einzulegen, als ich in Richtung Tromsø einen grünen Schein über den Bergen wahrnahm. Also wieder zurück.

An der Küste angekommen, sah man nicht mehr viel im Polarlicht, weil auch die Straßen durchgehend beleuchtet sind. Dennoch fanden wir ein kleines Stück unbeleuchteter Straße, wo ich meine Kamera aufstellte und mein Glück versuchte. Und auf dem Bild zeichnete sich die grüne Wolke deutlich ab, die man mit bloßem Auge kaum noch wahrnehmen konnte. Dennoch wunderschön. Nach circa 10 min wurde das Licht merklich weniger, weshalb wir schließlich auch ins Hotel zurückkehrten.

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