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Donnerstag, 1.10.15


Cordoba.
Für die letzten zwei Tage unserer Andalusienreise hatte ich im Vorfeld einen Mietwagen gebucht, damit wir etwas flexibler wären. Es war das erste Mal, dass ich mich Mietwagen auseinandersetzte und es klappte alles in allem ganz gut, bis auf den einen oder anderen Hagen. Das einzige Problem: der Straßenverkehr in Spanien… alle fahren, wie sie wollen und alle machen mit. Und ich bin nicht geübt, ein Dieselfahrzeug zu bedienen, somit passierte es auch hin und wieder, dass ich das Auto mitten auf der Straße oder im Kreisverkehr abwürgte. Jedenfalls brachten wir den Wagen am nächsten Tag ohne weitere Schrammen zurück.

12120032_957794847627120_6098893880389137761_oDer Weg nach Cordoba ist recht einfach zu finden, einfach nur der Autobahn folgen, vorbei an unzähligen Olivenbaumplantagen. Die Autobahn ist auf dieser Strecke überraschenderweise Mautfrei.
Wir erreichten Cordoba gegen halb 12 und fanden in der Nähe der Altstadt auch gleich einen öffentlichen Parkplatz. Und nun fingen die Probleme an. Vor uns befand sich die alte Stadtmauer. Folglich gingen wir davon aus, dass sich dahinter die Altstadt verbirgt. Falsch gedacht. Nachdem wir eine halbe Stunde durch die Gassen irrten, die trotz allem sehr hübsch waren und auch recht Menschenleer, gaben wir auf, da wir uns im Kreis bewegten. Also wieder raus durch die Stadtmauer.

Später fand ich auf einer Karte einen einzigen Durchgang von dem Vorstadt-Gassengewirr, wo wir uns gerade befunden hatten, in die eigentliche Altstadt. Wir folgten jedenfalls der Stadtmauer außen entlang und mit einigen Umwegen erreichten wir die Mezquita, dem Wahrzeichen von Cordoba.

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Die Mezquita ist die Kathedrale der Stadt, eine ehemalige Moschee, in deren Inneren im 16. Jahrhundert eine Kathedrale erbaut wurde. Deshalb ist dieses Gebäude so bemerkenswert.

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Besonders beeindruckend ist die riesige Gebetshalle, durch die man die Mezquita betritt, mit ihren übereinanderliegenden Hufeisenbögen, die auf über 800 Säulen aus Jaspis, Onyx, Marmor und Granit ruhen.

12072741_954274427979162_7225426161484802341_nNach diesem Besuch spazierten wir auf der Suche nach Essen durch das angrenzende jüdische Viertel.
Dieses stelle ich mir am schönsten in den Morgenstunden vor, wenn die weißen Gassen noch leer sind. Dennoch hat es seinen ganz eigenen Charme auch tagsüber.

Für mich war Cordoba die schönste Stadt, die wir auf der Analusienreise besucht hatten.

Wir statteten noch einer Gartenanlage einen Besuch ab, bevor wir uns zum Abschluss noch einmal über die große Brücke begaben, von der man das Altstadtbild zur Gänze betrachten kann.

Kleine Anmerkung noch zum Abend: Wir mussten einen Parkplatz für unseren Mietwagen im Straßengewirr von Malaga finden. In der Nähe unserer Wohnung gab es ein Parkhaus, also sollte das ja kein Problem darstellen. Wenn es denn so einfach wäre. Ausgerechnet an diesen Abend gab es eine Großveranstaltung in der Innenstadt und alle umliegenden Parkhäuser waren restlos überfüllt. Aber die Spanier schaffen sich ihre Lösungen… voll gibt’s nicht. Da wird in Dreierreihe geparkt und man überlässt dem Parkhauswächter seinen Autoschlüssel ohne einen Beleg.
Glücklicherweise hatte ich vorher unser Kennzeichen fotografiert, denn sonst hätten wir unser Auto nie wieder bekommen, da es natürlich einen Schichtwechsel gab und der Kollege von nichts wusste. Denken wir nicht weiter drüber nach.

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